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Mobil telefonieren in jedem Alter

Mobil telefonieren in jedem Alter

Heutzutage ist es für viele Menschen wichtig, immer und überall erreichbar zu sein oder andere erreichen zu können. Das gilt auch für die Generation 60plus. Dabei gilt es, auch im gehobenen Alter keine Angst vor der neuen Technik zu haben, sondern sich gut zu informieren um dann von den mobilen Möglichkeiten profitieren zu können. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen.

1. Das richtige Handy

Als "Senior" hat man besondere Ansprüche an ein Handy. Man braucht nicht jeden Schnickschnack dem die Jugend verfallen ist. Wichtig sind ein einfach zu bedienendes Telefon und ein Vertrag, der übersichtlich und günstig ist.

Um ein passendes Handy auszuwählen, sollten Sie auf folgende Dinge achten:

* Leichte Bedienbarkeit durch Reduktion von Funktionen (z.B. ohne Mailbox, kein Zugang zum Internet) und gute Handhabung
* Große Tasten, die durch Zwischenräume voneinander getrennt sein sollten
* Große Schrift auf Tastatur und Display für eine bessere Lesbarkeit.
* Robuste Verarbeitung, damit es nicht gleich kaputt geht, wenn es einmal herunterfallen sollte
* SMS-Unterstützung, z.B. durch die Texteingabe mit Hilfe von T9 (beim Händler erkundigen das Handy T9 besitzt)
* Lauter Klingelton und Vibrationsalarm, alternativ optische Anzeige für Schwerhörige
* Gut sichtbare Farbe (z.B. rot oder gelb)

Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass das Handy nicht zu teuer ist, (Richtwert: max. 100 Euro), denn je teurere, desto umständlicher ist es meist, da es dann auch mehr Funktionen besitzt.
Wichtig ist auch eine spezielle, programmierbare SOS Taste, die automatisch die 112/110 oder die örtliche Notfallnummer wählt oder die Nummer eines zuverlässigen, informierten Ansprechpartners.
Achten Sie weiterhin darauf, dass Ihr Handy nicht aus versehen in teure Services einwählen kann. Bei vielen Handys lassen sich solche Services sperren.

Für Handynutzer mit Hörgeräten lohnt sich die Anschaffung eines dahingehend geprüften Mobiltelefons, das keine Störungen in Verbindung mit der Antenne entwickelt.
Einige speziell ausgerüstete Geräte lassen sogar eine satellitengestützte Ortung (über GPS) zu, die im Notfall schnelle Hilfe ermöglicht.

Mittlerweile gibt es auf dem Markt auch spezielle Handys, die auf die Bedürfnisse älterer Handynutzer angepasst wurden. Scheuen Sie sich nicht, danach zu fragen! Diese Modelle verfügen über einen größeren Bildschirm mit gut ablesbarer Schrift. Um eine leichterere Bedienbarkeit zu gewährleisten, sind die einzelnen Tasten der Geräte entsprechend groß und mit ausreichendem Abstand zueinander ausgelegt. Zusätzlich besitzen diese Geräte Notruftasten sowie Kurzwahlen für bestimmte Rufnummern, wie zum Beispiel die des Notarztes.

Für bettlägerige Menschen, die oft allein sind, empfiehlt sich ein so genanntes Notrufhandy. Dieses ist zum Beispiel mit nur wenigen Tasten ausgestattet und ermöglicht so den schnellen und unkomplizierten Notruf per Knopfdruck.


2. Die Tarifwahl

Nachdem das richtige Handy ausgewählt wurde, braucht man um zu telefonieren noch einen Handytarif. Senioren telefonieren meist viel weniger als zum Beispiel Jugendliche und versenden auch weniger oder gar keine Kurznachrichten. Somit fallen Senioren häufig unter die Kategorie "Wenigtelefonierer".
Das ist bei der Tarifwahl unbedingt zu beachten! Inklusiv-Pakete oder gar Telefonflatrate sind daher eher ungeeignet für ältere Mobilfunkteilnehmer.

Prepaid-Angebote
Ein empfehlenswertes Modell sind so genannte Prepaid-Karten. Hierbei wird eine spezielle karte mit einem Guthaben, z.B. 15 Euro, gekauft und dann wird der Betrag dem Handy gut geschrieben und kann abtelefoniert werden. Ist das Guthaben einmal aufgebraucht, ist man trotzdem noch weiter erreichbar! Außerdem behält man die volle Kostenübersicht und kann sich nicht aus Versehen in Unkosten stürzen. Bei Prepaid-Angeboten wird oft sogar ein einfaches Handy ohne viel "Schnickschnack" mitgeliefert.

Handyvertrag
Wenn Sie ein moderneres, subventioniertes Handy mit mehr Funktionen haben möchten, können Sie auch einen normalen Handyvertrag abschließen. Hier sollten Sie aber darauf achten, dass die Grundgebühr und der Mindestumsatz gering sind und die Kosten für Gespräche nicht all zu hoch sind.
Ein weiterer Tipp ist auch, sich nach einer Ersparnis bei Telefonaten zu ausgewählten Nummern zu erkundigen. So kann man zum Beispiel zu seinen 5 "Hauptnummern" (z.B. die Familienmitglieder) besonders günstig oder sogar kostenlos telefonieren.
Am besten lassen Sie sich direkt im Fachgeschäft zu einem geeigneten Tarif beraten.