![]() | "Lesen macht klug" gehört zu den Volksweisheiten, die in Zeiten der Globalisierung und der Minijobs nicht mehr wirklich gefragt sind. Viele Verbraucher müssen um ihr monatliches Einkommen kämpfen und nehmen sich nicht mehr die Muße, abends auf dem Sofa ein schönes Buch zu lesen. Selbst wenn die Zeit dafür vorhanden wäre, schreckt mancher Leser vor den Kosten zurück: Für ein normales Taschenbuch werden heute schon 20 Euro berechnet. |
Auf der anderen Seite weiß jedermann, dass man sich nur mit lebenslanger Fortbildung auf dem Arbeitsmarkt behaupten und im Berufsleben weiterkommen kann. Wer arbeitslos ist, bemüht sich vielleicht um eine von der Arbeitsagentur geförderte Maßnahme, wer im Beruf steht, bildet sich in seinem Fachbereich durch die Lektüre entsprechender Fachliteratur auf eigene Faust weiter.
Doch Bücher sind teuer und die Preise für ein aufwändig gestaltetes Fachbuch überschreiten leicht die 100-Euro-Marke. Wer jedoch pfiffig ist, verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen und handelt mit den Büchern, aus denen er zuvor das Wissen, das ihn weiterbringt, herausgesogen hat.
Das Internet stellt gerade für den Buchhandel eine Reihe hervorragend organisierter und von den Kunden sehr gut angenommener Online-Shops zur Verfügung. Die Recherche-Möglichkeiten sind auf einer Online-Plattform um ein Vielfaches besser als im örtlichen Buchladen. Die besten Bücher auf dem jeweiligen Fachgebiet werden übersichtlich angezeigt und können miteinander verglichen werden.
Seitdem das Internet die Entwicklung zum Web 2.0 geschafft hat, können die Nutzer aktuelle eigene Kommentare und Bewertungen ins Netz stellen und damit ein objektives Ranking für die angebotenen Produkte erzeugen, das andere Kunden unterstützt, die noch auf der Entscheidungssuche sind.
Besonders nützlich vor allem hinsichtlich der Kosten ist der Second-Hand-Markt, also das Angebot an Gebrauchtbüchern, den manche Online-Buchhändler zur Verfügung stellen. Dessen Produktpalette ist riesig, so dass die meisten Publikationen auf dem Buchportal ausgesucht und über einen privaten Gebrauchthändler bestellt werden können. Die Anbieter sind meist private Nutzer, die ein Buch gelesen haben und es nun weiterreichen möchten. Der Zustand des Gebrauchtbandes wird genau beschrieben – der Preis hängt von den Abnutzungserscheinungen und von der Konkurrenz ab.
Wer beim Buchkauf sparen möchte, muss sich aber nicht damit begnügen, über einen Gebrauchtshop günstig einzukaufen. Nachdem er den Band gelesen hat, sei es ein Belletristik-Band zur Zerstreuung oder ein Fachbuch zur Weiterbildung, bietet er das Buch einfach über das gleiche Portal erneut zum Verkauf an. Die Entscheidung, das Buch repräsentativ ins eigene Bücherregal zu stellen oder an den nächsten Büchernarren zu verschicken, mag manchem Leser schwer fallen. Doch wer hat ein und dasselbe Buch schon zweimal gelesen?
Eine weitere mehr als nützliche Funktion des Internets beim Handel mit Büchern ist der Zusammenschluss der antiquarischen Buchhändler im ZVAB. Viele Bildbände, Romane und sonstige in der Vergangenheit erschienene Bücher sind nicht mehr lieferbar und werden auch nicht mehr aufgelegt. Wer einen solchen Band dennoch unbedingt besitzen wollte, musste in der Vergangenheit ein Antiquariat nach dem anderen aufsuchen und bei einer erfolgreichen Suche womöglich noch einen überhöhten Preis dafür zahlen. Im Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher sind alle Bände übersichtlich aufgelistet und können nach allen Kriterien, auch nach dem Preis, sortiert werden. So oder so kamm man durch ständiges Lesen und sich weiter bilden bedeutend leichter Geld verdienen.
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